Aktuelle Informationen für Waldbesitzer
Befall durch Borkenkäfer - was nun?

Die staatliche Forstverwaltung und das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen bitten alle Waldbesitzer eindringlich, bei Befall Ihres Waldes durch Borkenkäfer sofort alle geeigneten Maßnahmen zur Bekämpfung des Schädlings zu ergreifen.

Die Bekämpfung liegt im Interesse der Eigentümer von befallenen Beständen, um ein sich Ausbreiten zu verhindern, und auch im Interesse von benachbartem Waldbesitz mit noch intakten Beständen. Deshalb sind alle Waldbesitzer zur Überwachung und zur Bekämpfung der Borkenkäfer durch die Landesverordnung vom 24. Februar 2014 verpflichtet.
Zerfressene FichtenrindeZoombild vorhanden

Schadbild: Vom Borkenkäfer zerfressene Rinde einer Fichte

Sollten Waldbesitzer dieser Aufgabe bei eingetretenem Befall durch die Schädlinge nicht nachkommen, ist die Kreisverwaltungsbehörde für den Erlass einer Zwangsmaßnahme zur Beseitigung der Befallsherde zuständig.
Am wirkungsvollsten sind der Einschlag und die Entrindung aller befallenen Fichten. Im Wald verbleibendes bruttaugliches Material muss entfernt oder unschädlich gemacht werden, zum Beispiel durch Mulchen, Hacken oder Verbrennen.
Bei hoher Kupferstecherdichte, wie sie jetzt gegeben ist, sind auch Kronenteile und sonstige Resthölzer zu beseitigen.

Behandlung mit Insektiziden

Darüber hinaus muss Fichtenholz, das in Rinde im Wald gelagert wird, mit den zugelassenen Insektiziden behandelt werden. Die Behandlung mit Spritzmittel kann vorbeugend erfolgen, wenn Holz in Befallsgebieten nicht sofort abgefahren werden kann. Sind die Stämme bereits befallen, so soll die Behandlung das Ausschwärmen der sich entwickelnden Brut verhindern. Die vorgeschriebene Mittelkonzentration ist strengstens zu beachten. Bei der Verwendung von Insektiziden muss der Anwender über einen Sachkundenachweis verfügen.

Aktuelle Handlungsempfehlungen zur Aufarbeitung von Käferholz

Am 01.04.2017 startete das Borkenkäfermonitoring für das Jahr 2017. Zeitgleich laufen vermehrt Meldungen über abfallende Rinde an Käferbäumen an der LWF ein.
Was passiert gerade unter der Rinde? Was kann man tun?
An 131 Standorten in Bayern sind seit dem 01.04.2017 die Borkenkäferfallen für das Borkenkäfermonitoring aufgestellt. Hier werden die Schwärmaktivitäten von Buchdrucker und Kupferstecher beobachtet. In 12 Revieren liegen wieder Bruthölzer zur Beobachtung der Brutentwicklung aus.

Borkenkäfermonitoring 2017 - Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Externer Link

Ansprechpartner

Waldbesitzer, die unterstützenden Rat für eine sachgerechte Bekämpfung suchen, wenden sich an die Förster der Forstverwaltung.

Zuständige Revierförster